Exsudat- & Infektions-management

Die zwei essentiellen Säulen der lokalen Wundversorgung: Exsudat- und Infektionsmanagement. Als Exsudat – lateinisch exsudare - „ausschwitzen“ oder „abfließen“ bezeichnet man in der Medizin meist entzündlich bedingte Absonderungen. Die Absonderung der Flüssigkeit wird Exsudation genannt. Ein gezieltes Exsudatmanagement löst eine Vielzahl von Problemen im Rahmen der chronischen Wundversorgung. Wundrandschutz, Wundgrundschutz, Matrixmetalloproteasenregulation und auch ganz wesentlich die Infektionsvorsorge. 

 

Exsudat in zu großen Mengen ist eine Folge von pathologischen Prozessen, welche erkannt und behandelt werden müssen. Zu viel Exsudat bietet der Bakterienlast ein ideales Nährmedium und vergrößert das Risiko einer Infektion. Infektionskontrolle heißt die Diversität der Bakterienlast so breit wie möglich zu belassen und Eingriffe sind nur nach klarer Indikation und mit höchster Sensibilität durchzuführen. Hiermit schließt sich der Kreis wieder - Exsudatmanagement ist die beste Infektionsvorsorge und vice versa.